Nasser Estrich trocknet nicht von allein.
Unter dem Estrich liegt eine Dämm- und Trittschallschicht. Steht dort Wasser, hilft weder Lüften noch Heizen — die Feuchte muss technisch heraus. Wir messen, wählen das Verfahren und dokumentieren den Verlauf.
Wann eine Estrichtrocknung nötig wird.
Nicht jeder feuchte Boden braucht Technik — aber jeder Verdacht braucht eine Messung. Diese Punkte sprechen dafür, dass Wasser im Aufbau steht.
Der Boden bleibt kalt, obwohl geheizt wird
Feuchter Estrich leitet Wärme ab. Die Fläche fühlt sich kalt an, die Heizkosten steigen.
Muffiger Geruch, besonders nach dem Lüften
Der Geruch kommt nicht aus dem Raum, sondern aus der Dämmschicht darunter.
Sockelleisten wellen sich, Randfugen dunkeln nach
An der Randfuge steht der Aufbau mit der Wand in Verbindung. Dort zeigt sich Feuchte zuerst.
Parkett wölbt sich, Fliesen klingen hohl
Holz nimmt Feuchte auf und arbeitet. Unter Fliesen löst sich der Kleber vom nassen Untergrund.
Nach Rohrbruch, Waschmaschinenschaden oder Hochwasser
Das sichtbare Wasser ist der kleinere Teil. Der größere sitzt in der Dämmschicht und verteilt sich flächig.
Die Messung liegt über dem Grenzwert
Erst der Messwert entscheidet über Verfahren und Dauer — nicht das Bauchgefühl.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich eine Feuchtemessung, bevor der Belag oder die Wand angefasst wird.
Vier Wege, das Wasser aus dem Aufbau zu holen.
Welches Verfahren passt, entscheidet der Bodenaufbau, die Menge Wasser und die Frage, ob Luft aus der Dämmschicht in den Raum gelangen darf. Wir bauen erst ab, wenn die Kontrollmessung den Grenzwert unterschreitet.
Unterdruck
Die feuchte Luft wird aus der Dämmschicht abgesaugt und über einen Wasserabscheider geführt. Aus dem Aufbau gelangt nichts in den Raum.
Überdruck
Trockene, auf etwa 55 bis 60 °C erwärmte Luft wird in die Dämmschicht gedrückt und tritt an den Randfugen wieder aus.
Schiebe-Zug-Kombination
Drücken und Saugen im selben Aufbau: An einer Stelle wird trockene Luft eingebracht, an einer anderen abgesaugt.
Randfugentrocknung
Die Luft wird über die geöffnete Randfuge geführt, ohne den Belag anzubohren — zerstörungsfrei, aber begrenzt wirksam.
Schüttung, Styropor oder Mineralwolle geben Feuchte unterschiedlich schnell ab.
Ein Wochenende mit laufendem Leck ist etwas anderes als ein übergelaufener Waschmaschinenschlauch.
Warme, trockene Raumluft beschleunigt die Trocknung. Im ungeheizten Keller dauert es länger.
Bohrabstände und Dauer sind branchenübliche Orientierungswerte, keine Zusage für Ihr Objekt. Welches Verfahren eingesetzt wird und wie lange es läuft, ergibt sich aus dem Schadensbild und der Messung vor Ort.
Vom Schaden bis zum fertigen Raum.
Vier Aufnahmen aus demselben Raum, gleiche Kameraposition. Der Estrich blieb liegen — dazwischen liegen Messung, technische Trocknung und die malermäßige Wiederherstellung aus einem Betrieb.
Der Schaden
Sichtbar ist die Pfütze. Entscheidend ist die Nässe, die schon in Estrich und Dämmschicht sitzt.
Die Trocknung
Geräte laufen, Zugänge über die geöffnete Randfuge. Der Bodenaufbau bleibt liegen.
Die Wiederherstellung
Spachteln, grundieren, streichen. Derselbe Betrieb — keine zweite Firma, kein zweiter Termin.
Das Ergebnis
Derselbe Raum. Am Ende sieht man dem Boden und der Wand nichts mehr an.
Was Kunden vor der Trocknung wissen wollen.
Ihre Frage steht nicht dabei? Rufen Sie an, wir klären das in zwei Minuten.
Nicht zwingend. Beim Saug- und beim Schiebe-Zug-Verfahren wird durch den Belag gebohrt, die Löcher werden hinterher wieder geschlossen. Bei hochwertigen Belägen prüfen wir, ob eine Randfugentrocknung ausreicht. Aufgequollenes Laminat oder gelöstes Parkett lässt sich allerdings auch mit der besten Trocknung nicht retten.
In den meisten Fällen ja. Die Geräte laufen durchgehend und sind deutlich hörbar — im betroffenen Raum schläft es sich schlecht. Wo das nicht zumutbar ist, klärt die Versicherung häufig eine Ersatzunterkunft.
Turbinen und Kondenstrockner liegen etwa im Bereich eines laufenden Staubsaugers, nur eben dauerhaft. Schalldämmhauben senken den Pegel spürbar; ganz still wird es nicht.
Die Geräte laufen über Ihren Hausanschluss. Der Verbrauch wird über einen Zwischenzähler erfasst und in der Rechnung getrennt ausgewiesen. Bei einem versicherten Schaden ist er in der Regel erstattungsfähig.
Bei einem Leitungswasserschaden übernimmt sie die Trocknung meistens. Melden Sie den Schaden, bevor die Trocknung startet, und lassen Sie sich das Vorgehen bestätigen. Grundlage der Abrechnung ist das Messprotokoll mit datierten Werten.
Die Oberfläche wirkt trocken, die Dämmschicht bleibt nass. Nach einigen Monaten kommen Geruch und Schimmel — und der zweite Schaden ist oft nicht mehr gedeckt, weil die erste Trocknung unvollständig war.
Telefonisch erreichen Sie uns werktags. Auf jede Anfrage bekommen Sie eine Rückmeldung — auch dann, wenn wir gerade keine Kapazität haben. Beim Ortstermin messen wir die Feuchte in Estrich und Dämmschicht; wann er stattfindet, stimmen wir am Telefon direkt ab.